LAGIL – „Was nicht passt, wird passend gemacht!“

Seit Gründung der sächsischen Landesarbeitsgemeinschaft Imkerei und Landwirtschaft (LAGIL) steht deren Arbeit unter der skeptischen Beobachtung von Imkern und Umweltverbänden. Die Vermutung, bei der LAGIL handele es sich um das neueste Feigenblatt der industriellen Landwirtschaft scheint sich tatsächlich immer mehr zu bestätigen.

Beim diesjährigen sächsischen Bauern- und Imkertag, verkündete der Vertreter der LAGIL, Steffen Reuter, öffentlich die geplante Überarbeitung des schwer erkämpften Fragebogens für die Verleihung der LAGIL-Hoftafel für „engagierten Bienenschutz“. Und das nicht etwa aufgrund der Kritik von Bienenschützern, der Fragenkatalog sei zu seicht. Im Gegenteil. Wie sich gezeigt habe, sei es für konventionelle Obstbaubetriebe nicht möglich, die Bewertungskriterien für die Hoftafel zu erfüllen. Herr Reuter versprach daher, die Kriterien entsprechend anzupassen. Mit anderen Worten, wenn diese Höfe nicht bienenfreundlich wirtschaften, muss eben der Begriff der Bienenfreundlichkeit neu definiert werden …

Bedenklich ist es auch, wenn die bloße Existenz der LAGIL bereits als positives Zeichen gewertet wird, so wie kürzlich im Landtag geschehen, wo ein Grünen-Antrag zum besseren Wildbienenschutz unter anderem mit dem Verweis auf die LAGIL abgelehnt wurde. Und dass, obwohl der Wildbienenschutz gar keine der erklärten Aufgaben der LAGIL ist. [Autor: Mandy Fritzsche]

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3. PflanzAktion am Zelleschen Weg ist erfolgt

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Am Samstag war es mal wieder soweit: Ärmel hochgekrempelt und zum Spaten gepackt! In einer 4-stündigen Aktion im Rahmen des Umundu-Festivals haben wir eine weitere Initialpflanzung vorgenommen: Boden getauscht, Stauden gesetzt und Blühmischung gestreut.

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Lustige Radtour zu den BsB-Bienenstandorten

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bsb_ausflugUnsere BsB-Radtour startete in der Neustadt am STESAD-Balkon. Dort zeigte uns Herr Walter freudestrahlend seine fleißigen Bienen und berichtete von der Kooperation mit der Freien Uni Berlin zum Bienen-Monitoring.

Weiter ging es zu den Räumlichkeiten der Centrum-Galerie. Dort stehen die wohl best-bewachtesten Bienen Dresdens: auf dem Dach. Hier hat Jungimker Rico dieses Jahr schon seine Ernte an die Center-Leitung verteilt.

Ein Highlight war der Museumsgarten am Deutschen Hygienemuseum: Hier gab es neben den Bienenbeuten nicht nur die Wildbienen-Nist-Skulptur von Thomas Mai zu sehen, sondern auch ganz offiziell den Museumshonig im Shop zu bewundern. Standortimker Alexander zeigt jeden Sommer einer Reihe von Kita-Gruppen das „Phänomen Honigbiene“ und überrascht die Kinder mit leckeren Verkostungen und lehrreichen Spielen.

Vincent zeigte uns dann am Gymnasium Bürgerwiese dann, was jugendliche Bildungsarbeit bedeutet: Er hat mit seiner Bienen-AG nicht nur die Bienenbeuten (Top Bar Hives) gebaut, sondern gleich noch bienenfreundliche Hochbeetbepflanzungen angeregt. Ein schönes Beispiel, wie im Zusammenspiel mit der Schule die wissbegierige Jugend an das Thema Bienen und Umweltschutz herangeführt werden können.

Zum Abschluß sauste die Gruppe durch den großen Garten zur WGJ nach Striesen. Hier steht im Innenhof die Bienenbeute von Jungimkerin Leila und Paul. Die WGJ setzt sich seit Jahren begeistert für die Bienen ein: Von Mieterinformationen, zu neu angelegten Blühflächen und Veranstaltungssponsoring.

Beschwingt durch die vielen Eindrücke klang der Abschluß bei Bier und Köstlichkeiten gemeinsam aus. Schön war es! Daher habt einen lieben Dank an alle Organisatoren und Mitfahrer.

11.9.: Sensenworkshop mit Lars Lange

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Hallo liebe Garten- und Bienenfreunde,

Der nächste Sensenworkshop findet am Sonntag, den 11.09., ab 8:00 uhr auf der Wiese am Zelleschen Weg 42 statt.

Diesmal liegt der Schwerpunkt beim Sensen selbst: effiziente und rückenschonende Bewegungsabläufe.

Wer hat, bringt seine Sense mit, denn es wird auch gedengelt werden. Für Einsteiger gibt es geschärfte Sensen vor Ort.

Die perfekte Chance mit tollem Kursleiter! Dipl.-Ing. Lars Lange ist Sensenmann mit Herz.

Sagt auch Freunden bescheid.


Viel Spaß,

Eure schmetterlingswiesen.de

mit Biene sucht Blüte


Voranmeldung gerne an: kontakt@bienesuchtbluete.de

Xylocopa violacea – gemeinsam durchs Jahr

Unsere letzte Biene des Monats an dieser Stelle ist ein echter Brummer. Mit einer Körperlänge von bis zu 25 mm ist die Blauschwarze Holzbiene (Xylocopa violacea) bedeutend größer als andere Wildbienenarten, von denen die kleinsten gerade einmal 4 mm erreichen.

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Sowohl durch ihre Größe als auch durch die blauschimmernde Körperfarbe wirkt sie wie ein Insekt der Tropen und tatsächlich gehört die Große Holzbiene, wie sie auch genannt wird, zu den wärmeliebenden Arten Südeuropas, die sich im Zuge der Klimaerwärmung in den letzten Jahren immer weiter nach Norden ausbreiten. Auch im warmen Elbtal ist sie seit ein paar Jahren immer häufiger zu beobachten. Neben ihrem für heimische Bienen untypischem Äußeren zeigt sie noch eine weitere Besonderheit und zwar in ihrem Lebenszyklus. Während andere heimische Bienenarten entweder erst im Frühling schlüpfen, um sich dann zu paaren oder nur die im Sommer geschlüpften und im Spätsommer verpaarten Bienenweibchen überwintern, um im Frühling mit dem Nestbau zu beginnen, schlüpfen bei Xylocopa violacea beide Geschlechter bereits im Sommer, überwintern dann beide und paaren sich erst im Frühjahr. Das Weibchen nistet dann in mürbem Totholz, in dass es selbst große Gänge nagt, in denen es seine Brutzellen anlegt. 

Auch unsere Biene des Monats verläßt nun ihr Geburtsnest, um hier auf der Seite des Dresdner Imkervereines ein neues Nest anzulegen. [Autor: Mandy Fritzsche]

Bienen-Leuchtturm Dresden

Bei der gestrigen Stadtratssitzung zeigten die Dresdner Stadväter einmal mehr, dass sie sich Ihrer Verantwortung für den Erhalt aller Bienen in Dresden bewußt sind. Mit einstimmiger Mehrheit wurde ein Antrag der CDU-Fraktion angenommen, unseren Maßnahmenkatalog zum Schutz von Wild- und Honigbienen in Dresden „… bei allen Planungen und Vorhaben der Stadtverwaltung so weit wie möglich zu berücksichtigen“ und ihn „in geeigneter Weise bekannt zu machen und zur Anwendung zu empfehlen“.

Wir danken den Dresdner Fraktionen für ihre Weitsicht und das positive Signal, dass sie damit aussenden.

Osmia aurulenta – der Nachmieter

Anders als unsere letzte Biene des Monats ist die Rote Schneckenhaus-Mauerbiene (Osmia aurulenta) bei der Wahl Ihrer Pollenquellen wenig wählerisch. Umso mehr ist sie es aber bei ihrer Nisthöhle. Wie alle Mauerbienen nistet sie in oberirdischen Hohlräumen, und wie immerhin noch 6 andere mitteleuropäische Osmia-Arten nutzt sie hierfür ausschließlich leere Schneckenhäuser.

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Osmia aurulenta wohnt gern herrschaftlich und besiedelt daher am liebsten Schneckenhäuser mittelgroßer und großer Schneckenarten, vor allem die der Weinbergschnecke. Die Brutzellenwände und den Nestverschluss baut sie aus zerkauten Pflanzenteilen. Mit diesem Pflanzenmörtel bringt sie zudem Tarnflecken auf der Außenseite des Scheckenhauses an.

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Die Männchen der Roten Schneckenhaus-Mauerbiene übernachten gern gemeinsam in Gruppen. Und wo? Natürlich in leeren Schneckenhäusern. [Autor: Mandy Fritzsche]