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Steckbrief

Auffallend durch ihre langen, im Flug herabhängenden Beine

  • Königin: 13-18mm
  • Arbeiterin: 12-16mm
  • Männchen: 13-17mm

Feldwespen sind zierlich gebaute, eher dünne, lange Vertreter der Wespen. Auffallend durch ihre  langen, orangefarbenen, im Flug herabhängenden Beine sind sie gut zu unterscheiden.

Ihre Nester bauen sie, je nach Art teils sehr versteckt unter Dachziegel und Welleternitplatten oder im Freien an Schilfstengel und unter Dachüberständen, gern auch in Gießkannen oder an Türen von Autos: Hauptsache warm.

Das Nest ist im Gegensatz zu den Papierwespen eher klein. Es schlüpfen meist nicht mehr als 30 Tiere aus den langen dünnen Zellen. Sie werden schon im April von der überwinterten Königin angelegt. Dafür raspelt sie das Holz von vertrockneten Pflanzenstengeln und baut daraus ein wesentlich stabileres Nest als es die Papierwespen tun.

Jahreszeitlicher Rhythmus

Brutzeit: Ende April bis Ende Juni.

Eine oder mehrere überwinterte Königinnen gründen, auch gemeinschaftlich, ein Nest. Die dominierende Königin legt ihre Eier in die aus Pflanzenfasern gebauten Zellen und kümmert sich um die Larven. Diese werden mit Insekten, vor allem Fliegen gefüttert, und bauen als voll entwickelte Feldwespen nach dem Schlupf das Nest weiter. Sie kümmern sich ihrerseits dann um die nächste Generation Larven. Später im Jahr, bei den Feldwespen im Juni, entwickeln sich aus den Larven Geschlechtstiere. Es findet die Paarung statt, die Männchen und die Arbeiterinnen sterben im Laufe des Juli und nur die begatteten Königinnen suchen sich einen Platz zum Überwintern und bauen, meist an gleicher Stelle im darauffolgenden Frühjahr ein neues Nest.

Feldwespen gehen dem Menschen aus dem Weg und zeigen sich nur angriffsbereit, wenn er/sie dem Nest zu nah kommt.

Andere Feldwespenarten

Heide Feldwespe, Berg Feldwespe und Zierliche Feldwespe,

Feldwespen gelten allgemein nicht als gefährdete Art.

Stark gefährdet und auf der Roten Liste zu finden ist die Kuckucksfeldwespe (Sulcopolistis atrimandibularis).

[Autor/Fotos: Marion Loeper]

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