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Wenn Ihr sie entdecken wollt, haltet Ausschau an der Witwenblume (bei uns in erster Linie die Wiesen-Witwenblume (Knautia arvensis)).

Die Knautien-SandbieneAndrena hattorfiana – ist 13 bis 16 mm lang und lässt sich gut anhand der „roten Hosen“ erkennen: die purpurroten Pollenkörner der Knautie, die die Biene in den Sammeltaschen aus langen Haaren an den Hinterbeinen transportiert. Während manche der Weibchen einen rot gefärbten Hinterleib haben, zeigen die deutlich schlankeren Männchen durchweg eine dunkle Färbung.

Als Nahrungsspezialistin – das heißt, die Tiere sind auf die Pollen der Witwenblume als Futter für den Nachwuchs angewiesen – ist sie besonders von den sich rapide verschlechternden Bedingungen für Wildbienen betroffen.

Das Kuratorium „Wildbiene des Jahres“ möchte anhand von Andrena hattorfiana darauf hinweisen. Der fortschreitende Umbruch der Wiesen in Ackerland, sowie die starke Düngung und häufige Mahd der noch verbliebenen Wiesen verschlechtert die Lebensbedingungen für Insekten, die auf ganz bestimmte Wildkräuter angewiesen sind erheblich. „Mit der Knautien-Sandbiene haben wir eine Wildbiene ausgewählt, die als gut erkenntliche Botschafterin dafür wirbt, unsere Landschaften bienenfreundlicher zu machen“, so Martin Klatt vom Kuratorium „Wildbiene des Jahres“.

Auch das Vorkommen der Knautien-Sandbiene hat in den letzten Jahren rapide abgenommen. Helft mit, das Vorkommen der Knautien-Sandbiene zu dokumentieren. Dafür besteht sowohl bei „Insekten Sachsen“ als auch beim Wildbienen-Kataster die Möglichkeit.

Wer mehr über die spannende Lebensweise von Andrena hattorfiana erfahren möchte, zum Beispiel wieso die Bedornte Wespenbiene oder die Krabbenspinne ihr gefährlich werden können, wie sie ihre Nester im Sand anlegt und mit wem sie verwechselt werden kann, findet Details zum Beispiel in einem Faltblatt vom Wildbienen-Kataster.

Und für die Blumenfans noch ein paar Details zur Wiesen-Witwenblume: Sie blüht purpurn, rot oder lila von Juli bis in den Spätherbst und ist eine sommergrüne, ausdauernde, krautige Pflanze, die Wuchshöhen von 30 bis 80 Zentimetern erreicht. Zu finden ist sie überall in Mitteleuropa auf nährstoffreichen Wiesen, an Wegrändern, auf Halbtrockenrasen oder extensiv bewirtschafteten Äckern. Da sie bis zum ersten Frost zu blühen scheint, ist sie eine wichtige Nahrungsquelle für Insekten, gerade in der blütenarmen Zeit des Spätherbstes.

Claudia Sperling

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