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…oder BsB auf WildbienenSafari in der Oberlausitz!

OLYMPUS DIGITAL CAMERADie Gruppe Insekten-Sachsen hatte am Wochenende vom 4. – 6.Juli zum diesjährigen Sommertreffen in das Camp der „Station junger Naturforscher und Techniker“ nach Weißwasser eingeladen.

Gekommen waren Insektenkundler mit Kindern und wir drei Gäste von BsB. Jeder der Experten hatte sein eigenes Spezialgebiet (Käfer, Wanzen, Großschmetterlinge, Kleinschmetterlinge, Rüsselkäfer …) im Fokus, doch erwies sich dies für uns als ein reichhaltiger Schatz – eine Möglichkeit einen Einblick in die Vielfalt der Insektenwelt zu bekommen. Mit Geduld und Freude wurden Funde diskutiert und spannende Informationen ausgetauscht, wie zum Beispiel, dass die Larven eines Schmetterlings im Wasser leben, oder dass sich der unscheinbare Ameisenlöwe zur libellenähnlichen Ameisenjungfer wandelt.

Statt ums Lagerfeuer, saßen wir am Abend um die leuchtende Säule der Lichtfanganlage, die wie ein faszinierender Bildschirmschoner immer neue Überraschungen offenbarte. Für die Experten waren es oft unscheinbar aussehende Insekten, die die volle Aufmerksamkeit auf sich zogen. Die Kinder hatten Spaß mit riesigen Nachtfaltern und auch ein paar schlaflose
Wildbienen verirrten sich ans Netz. Nur Hund Benny konnte seine Abneigung gegenüber Insekten mal wieder nicht überwinden. Als kulinarisches Highlight gab es dazu selbstgebrauten Hagebuttenwein.

Exkursionsziele waren Hirschkäfermeiler, Tagebaufolgelandschaften, Sanddünenlandschaft und Tagebauerwartungsgebiete. Das Wetter war zwar erst ab Sonntag gut genug für Bienenflüge, dafür gab es in den Keschern der anderen genug zu bestaunen. Trotzdem konnten wir die BSB-Fotosammlung erweitern um: diverse Furchenbienen, Blattschneidebienen, Keulhornbienen, Seidenbienen, Hummeln, Filzbienen, Blutbienen, Wollbienen, Harzbienen, Glanzbienen und Maskenbienen. Außerdem gab es noch einiges an Beifang in Form von als Bienen verkleideten Wespen und Fliegen.

Melancholisch stimmte uns, die Vielfalt und Schönheit der Natur zu sehen und zu wissen, dass in wenigen Monaten diese vom Erdboden verschwunden sein werden. Die meiste Zeit war das monotone Rauschen der riesigen Bagger präsent, was beständig an den unersättlichen Energiehunger der Menschen erinnerte. Mooraugen, die vor Wochen noch Oasen waren, trockneten ihrem Ende entgegen.

Wir danken der Gruppe Insekten-Sachsen für die freundliche Aufnahme, die uns als „die Bienenleute“ unglaublich geduldig und nett unter ihre Fittiche genommen hat und auch mal mit Döschen, Betäubungsmitteln (für die Insekten) und Keschern ausgeholfen haben.