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Das ist ja schon wie Weihnachten: Prototyp_BsBIm vergangenem Monat haben wir bei der WildbienenWerktatt gemeinsam begonnen, eine Nisthilfe zu bauen.

Das Biene-sucht-Blüte-Wildbienenteam möchte nun heute mit Stolz die Vollendung verkünden. Die Nisthilfe ist bereits an der Terrassenwand angebracht: Nach Osten ausgerichtet mit einem windgeschützten warmen Mikroklima. Also ein Traum für die Geflügelten!

Das Konstrukteursteam schildert dazu wie folgt seine Erfahrungen:

  • Lehm ist schau schwer, was Logistikchefin Mandy bestätigen kann. Daher haben sich die Lehmbauer auf einen Teil der Nisthilfe beschränkt.
  • Lehm mit Sand vermischt wird trotzdem knochenhart. Da ist nichts mehr mit Fingernagel eindrücken, um zu testen, ob Wildbienen sich hier leicht selbst röhrenförmige Gänge graben können. Aber Bau-Experte Thomas kennt gut insektenbewohnte Lehmscheunen und diese sind wohl auch nicht aus Lößlehm… Der Versuch wird es zeigen. 
    NACHTRAG: Also wenn man den Lehm für die Bienchen verarbeitbar machen will, muß man ihn einfach mit Sand abmagern. Am besten feinen Sand, damit sich die Tierchen nicht so abplagen müssen. Das Mischungsverhältnis müßte man erproben. Aber nach meiner Erfahrung reicht ganz wenig Lehm aus um das ganze gerade noch zu halten.
    Das was ich damals mal als Bild eingestellt hatte war ein Wohnhaus und die Bienen haben es sich im Kalkmörtel gemütlich gemacht. Bei solch einem Kalkmörtel reicht ein Mischungsverhältnis von 1:14 aus, damit er sich noch selbst hält, aber auch schon einen eindeutigen „Festigunsbedarf“ hat.
     
    Und solche Mörtel, egal ob Kalk oder Lehm gebunden, scheinen gute Wohnbehausungen für Bienen abzugeben.
  • Am allerbesten (bequem und schnell) hat sich das Schilf von Mandy und Micha verarbeiten lassen.
  • Da ja überall steht man soll kein Stirnholz verwenden, hat Chefdesigner Tom dieses Mal einen größeren Ast mit Querbohrungen versehen. Aber hier gilt: Auch Wildbienen können nicht lesen und haben daher auch bei seinen bisherigen Nisthilfen die Stirnholzlöcher bezogen. Mal sehen welche Löcher besser gehen.
  • Er hat 3 Jahre abgetrocknetes Lindenholz verwendet, welches keinerlei Risse hatte. Da in seiner alten Nisthilfe die 4 und 5 mm Löcher am besten gebucht sind, hat er auch wieder diese Größe angeboten und …
  • … zusätzlich hat er noch eine kleine Ecke mit Nisthölzern, die man herausnehmen und öffnen und studieren kann.

Nun heißt es Daumendrücken, dass die Nisthilfe nächstes Jahr auch bezogen wird. Übrigens, mit etwas Glück fliegen jetzt immer noch Wildbienen!

Wir danken an dieser Stelle ganz herzlich dem Team aus Ingenieuren, Entwicklern und Zulieferern für die gelungene Gruppenleistung: Teamwertung 1.000 Punkte!